Forschung

Forschung, Nachwuchsförderung und Dienstleistung....zum Wohle des Pferdes

Das ISME forscht rund ums Pferd in Zusammenarbeit mit führenden nationalen und internationalen Partnern:

  • Erbliche Grundlagen, Prävention und Therapie von Respirations-, Muskel-, Zahn- und Hauterkrankungen
  • Reproduktionsmethoden, Fruchtbarkeit und Wohlbefinden der Zuchttiere
  • Prävention und Bekämpfung von Infektionskrankheiten
  • Arbeitsmedizin, Leistungphysiologie und Rehabilitation
  • Tierschutz und Wohlbefinden

Die aus den Forschungsarbeiten gewonnenen Erkenntnisse finden in der klinischen Praxis Anwendung. Dienstleistungen werden an beiden Standorten spezialisiert sowie standortübergreifend angeboten.

Forschungsprojekte des ISME

Lungenkrankheiten

Pferde in Stallhaltung sind einer Vielzahl von Allergenen und Reizstoffen ausgesetzt, die in ihrer natürlichen Umgebung nicht vorkommen. An erster Stelle steht der Heustaub, welcher Schimmelpilzsporen und sogenannte Endotoxine (von Mikroorganismen produzierte Giftstoffe) enthält, die Allergien auslösen können. Solche Allergene und Reizstoffe sind für eine Reihe sehr verbreiteter, nicht ansteckender Lungenkrankheiten verantwortlich. Da ein klarer Zusammenhang mit der Stallhaltung besteht, handelt es sich gewissermassen um Zivilisationskrankheiten.

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Fruchtbarkeitsstörungen

Fruchtbarkeitsstörungen bei Zuchttieren mit hohem züchterischem Potential sind keine Seltenheit und nicht nur von zuchttechnischer und emotionaler, sondern auch wirtschaftlicher Bedeutung. Trotz modernsten Zuchtmethoden und -management werden auch heutzutage schlechtere Abfohlraten als in der Natur erreicht.

In kontrollierten Studien des ISME an Stuten mit permanentem Hengstkontakt wurden neuerdings deutliche Änderungen des Sexualverhaltens und eine verbesserte Fruchtbarkeit festgestellt.

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Equines Sarkoid

Die nachhaltige Behandlung von Sarkoiden stellt in vielen Fällen die Tierärzte, Pferde-, Esel- und Mautierbesitzer und die betroffenen Patienten vor eine grosse Herausforderung. Diese Hauttumore sind gekennzeichnet durch eine hohe Rezidivneigung und können je nach Lokalisation am Tier (Augenlied, über Gelenken,..) oft nur schwierig entfernt werden.

Am ISME sind derzeit weiterführende experimentelle und klinische Studien im Gange, mit dem Ziel die noch ungeklärte Entstehung und Verbreitung dieser Krankheit zu erfoschen und neue Beahndlungsansätze zu entwickeln.

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Ganganalyse

Lahmheiten verursachen massive Ausfälle bei Pferden aller Rassen und Disziplinen. Sie zu diagnostizieren und therapieren ist häufig aufwendig und frustrierend für Pferdebesitzer und Tierarzt geichermassen. Bis vor kurzem wurden alle Lahmheiten durch die subjektiven Einschätzungen des Untersuchers diagnostiziert. Neu arbeitet das ISME an einer objektiven Analysemethode.

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Stoffwechselerkrankungen

Das Equine Metabolische Syndrom (EMS) ist eine hormonell bedingte Stoffwechselerkrankung, die insbesondere bei leichtfuttrigen Pferde- und Ponyrassen auftritt.  EMS weist viele Parallelen mit dem in der Humanmedizin beschriebenen Metabolischen Syndrom auf. Während beim Menschen das Hauptrisiko des Metabolischen Syndroms in einem  vermehrten Auftreten von Herz und Gefässerkrankungen (Bluthochdruck, Schlaganfall, Herzinfarkt, Herzversagen etc.)  liegt, fürchtet man beim Pferd v. a. eine erhöhte Neigung eine Hufrehe zu entwickeln.

Dagegen wurde das Risiko von Pferden mit EMS für Herz Kreislauf Erkrankungen bisher noch nicht eingehend untersucht. In Kooperation mit engagierten Pferdebesitzern und überweisenden Tierärzten wird am ISME zurzeit in einer klinischen Studie untersucht, ob auch beim Pferd und Pony Zusammenhänge zwischen EMS und Herz- Kreislauferkrankungen bestehen.

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Elektromyographie

Hochgradige Ataxien ohne zentrale Ausfälle mit oder ohne klar reduzierter Halsbeweglichkeit bei erwachsenen Pferden und bei Fohlen geben zusammen mit der Amnese meist klare Hinweise auf die Lokaliation der Ursache: der Hals.

Am ISME wird zur Zeit an einer klinischen Studie überprüft, ob und wie gut die Resultate der quantitativen Elektromyogarphie (qEMG) an der Halsmuskulatur des Pferdes mit bildgebenden und pathologischen Befunden übereinstimmt. Hiermit soll die Verlässlichkeit dieser Methode überprüft werden.

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Gelenkserkrankungen

Gelenkserkrankungen sind eine häufige Ursache für Lahmheiten beim Pferd. In vielen Fällen kann mittels einer konventionellen Lahmheitsuntersuchung mit Leitungs- und Gelenksanästhesien und anschliessendem Röntgen bzw. Ultraschall eine Diagnose gestellt werden. Gelenkknorpel und andere Wichteile sind mittels magnetresonanztomographischer Untersuchungen detaillierter darstellbar. Andere Läsionen sind jedoch nicht mit einer bildgebenden Methode zu diagnostizieren. Für eine solche Diagnose ist eine Arthoskopie notwendig.

Am ISME werden derzeit weiterführende experimentielle und klinische Studien durchegführt um diese Technik auch an anderen Gelenken, wie das Sprunggelenk, das Fesselgelenk und das Carpalgelenk sowie für den Hufrollenschleimbeutel nutzbar zu machen.

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Atypische Myopathie der Weidepferde

Fohlen mit atypischer WeidemyopathieIm Moment haben wir keine laufenden Projekte zur Atypischen Myopathie. Weitere Informationen zur Erkrankung finden Sie hier.

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