Chirurgischer Eingriff im Zoo Basel

Am Dienstag, 21. Januar 2014 trafen der Chirurg Dr. Christoph Koch, in Begleitung eines Interns der Pathologie und zweier Veterinärstudentinnen mit „Schwerpunkt Pferd“ im Basler Zoo ein.

Dr. Koch war angefragt worden, einen chirurgischen Eingriff an einem der Elefanten des Tierparks durchzuführen. Das betroffene Tier, ein 44-jähriger weiblicher Elefant zeigte seit ein paar Wochen eine Masse am Rüssel auf. Dieser Knoten wuchs in der Woche vor der OP zur Grösse eines Tennisballs an und  beeinträchtigte die Lebensqualität des Elefanten.

ElefantElefant

Elefant ElefantElefantDie OP wurde stehend unter starker Sedation (Etorphin) durchgeführt. Eine lokale Anästhesie mit Lidokain wurde zusätzlich verabreicht.

Nach sorgfältigem aseptischem Abwaschen der Rüsselspitze mit Betadin, begann der Chirurg seine Arbeit mit dem Lasergerät.  Der Vorteil dieser Methode ist die gleichzeitige Hämostase, die man beim Schneiden herstellt. Die OP-Dauer kann so verkürzt und die Wunde braucht nicht mehr genäht zu werden. Diese wird dann sekundär heilen.

 

Der Elefant kann so seinen Rüssel sehr rasch wieder gebrauchen ohne spezielle Nachbehandlung nach dem Eingriff. OP und Rekonvaleszenz sind bisher sehr gut verlaufen. Die Masse wurde in 2 Teile geschnitten und in die Pathologie zur Analyse geschickt. Leider hat sich dort bestätigt, dass es sich um einen bösartigen Tumor handelt. Es bleibt die Hoffnung, dass dieser komplett entfernt werden konnte.

Das Tier erholte sich sehr rasch von diesem Eingriff und war bereits nach einer halben Stunde nach Verabreichung der Antidote des Narkotikums wieder auf den Beinen. Es sind keine Antibiotika notwendig.